Telefonkosten sparen und günstiger telefonieren

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Weit vor der Verbreitung des Handys, als die Telefonanschlüsse noch unter staatlicher Monopolherrschaft standen, gab es bezüglich des Telefontarifs nicht viel zu überlegen: Telefonieren kostete in ganz Deutschland bei jedem Hausanschluss dasselbe, Preisänderungen betrafen stets alle Kunden. Davon abweichen konnten allenfalls die Minutenpreise der Telefonzellen, denn diese wurden tariflich gesondert behandelt. Im Vergleich zu heute waren Telefongespräche eher teurer, viele Menschen achteten während des Sprechens ganz genau auf den Ablauf ihrer Einheiten. Der Begriff “Flatrate” war damals in diesem Zusammenhang völlig unbekannt, sodass jeder genau die Minuten bezahlte, die er wirklich telefonierte.

Irgendwann wurde der Markt geöffnet, zahlreiche neue Anbieter kamen ins Rennen. Erstmals konnten die Kunden zwischen verschiedenen Tarifoptionen wählen, doch die Preise sanken insgesamt eher langsam. Handys boten zu Anfang ihres Erscheinens keine wirkliche Alternative zum Festnetztelefon, denn die mobilen Minutenpreise waren für viele Menschen kaum erschwinglich. Aus dem Festnetz heraus ein Handy anzurufen war eine teure Angelegenheit, sodass man dies meistens vermied. Doch im Laufe der Jahre konnte man aufgrund der zunehmenden Anbieter-Konkurrenz auch im mobilen Bereich immer günstiger telefonieren. Dann kamen die ersten Flatrates auf, die Abrechnung nach Einheiten fiel zuerst für Vieltelefonierer weg. Menschen, die nur wenige Telefonate im Monat führten, benötigten keine Flatrate, denn die Kosten hierfür übertrafen zumeist ihre tatsächlich angesammelten Gebühren.

Noch immer sind Flatrates hauptsächlich für Personen geeignet, die Festnetztelefon, Handy oder Internet relativ häufig nutzen. Da auch in diesem Bereich die Preise eher eine sinkende Tendenz besitzen, verschiebt sich die diesbezügliche Grenze zwischen Viel- und Wenigtelefonierern immer weiter nach unten. Eine Flatrate bietet in jedem Fall einen besonders guten, sicheren Überblick über die monatlich anfallenden Gebühren, denn diese bleiben immer gleich. Der Vorteil von Prepaid-Handys liegt ebenfalls bei einer effektiven Kostenkontrolle: Es kann nur vertelefoniert werden, was vorher aufgeladen wurde. Dies macht vor allem dann Sinn, wenn die monatlichen Ausgaben beständig unterhalb der günstigsten Flatrate liegen (sollen). Vor allem Kinder und Jugendliche erhalten von ihren Eltern Prepaid-Karten, damit es zu keiner unerwarteten Kostenexplosion kommt. Das Call-by-Call-Verfahren bietet die geringste Kostenkontrolle, ist allerdings deutlich bequemer als die der Prepaid-Tarif. Hierbei sind keine Aufladungen nötig, sondern die Abrechnung geschieht auf Rechnung.

Wie immer hat der Kunde die Wahl zwischen den verschiedenen Möglichkeiten, preisliche Unterschiede der zahlreichen Anbieter kommen hinzu: Nur ein sorgfältiger Vergleich führt zum jeweils kostengünstigsten Ergebnis.

Foto © Thomas von Stetten – Fotolia.com

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